Trotz Corona-Lockdown zum Training motivieren

Trotz Corona-Lockdown zum Training motivieren

Es ist gerade keine leichte Zeit. Vor ein paar Tagen wurde wieder ein neuer Lockdown verkündet. Diesmal wird auch vom Shutdown oder „Lockdown light“ gesprochen. Das bedeutet zwar, dass uns keiner zuhause einsperrt, wir werden jedoch in unserer Freizeitgestaltung deutlich eingeschränkt werden. Hierzu gehört auch, dass Fitnessstudios nun wieder geschlossen sind.

Für alle, die sich sportliche Ziele gesetzt haben ist das jetzt nicht leicht, an diesen festzuhalten. Vor allem, wer mithilfe der Geräte und der schweren Gewichte im Fitnessstudio in den Winter etwas Muskelmasse aufbauen wollte wird sich jetzt sicher ärgern. Doch auch wer abnehmen und seine Muskeln definieren oder einfach (wieder) fit werden will, muss sich jetzt auf eine neue Situation einstellen.

Ich kann verstehen, wenn Dich das jetzt demotiviert. In einem Studio kannst Du gemeinsam mit anderen trainieren und Du hast ganz andere Tools zur Verfügung. Doch deshalb musst Du jetzt nicht die Flinte ins Korn werfen. Du kannst es schaffen, Dein Training trotz Corona-Lockdown durchzuziehen.

Damit das klappt, will ich Dich heute mit ein paar Tipps unterstützen, wie es Dir leichter fallen wird, Dich auch im Corona-Lockdown regelmäßig zum Training zu motivieren. So kommst Du auch in dieser schwierigen Zeit Deinen Zielen näher.

 

1) Denk daran Du bist nicht allein

Mach Dir bewusst, dass Millionen von Menschen gerade ebenfalls vor einer ähnlichen Herausforderung stehen wie Du. Sie wollten gemeinsam an ihrer Fitness arbeiten und müssen dank des Corona-Lockdowns nun nach anderen Lösungen suchen. Es gibt da ein Sprichwort: „Geteiltes Leid ist halbes Leid„.

Das bedeutet, dass es viele andere gibt, mit denen Du Dich potentiell zusammentun kannst. Viele davon sind ebenfalls auf der Suche nach mehr Selbstmotivation und werden dankbar dafür sein, wenn sie jemanden wie Dich haben, der es ihnen leichter macht sich trotz Corona-Lockdown zum Training zu motivieren. Und ja, das funktioniert auch virtuell mit WhatsApp, Facebook-Gruppen und anderen Plattformen sehr gut.

Also tu Dich mit anderen Menschen zusammen, die auch fitter aus diesem Shutdown hervorgehen wollen, als sie hineingegangen sind. Du könntest bei Dir in Deinem Fitnessstudio oder in Deinem Freundeskreis anfangen. Tauscht Euch aus, unterstützt Euch gegenseitig und haltet Euch auch beim Wort. So eine soziale Verpflichtung nach außen ist ein wahrer Motivationsbooster.

Es ist übrigens in Ordnung, Dich mit einer Person zum Training zu treffen. Du darfst also weiterhin mit Deinem Trainingspartner trainieren. Vielleicht richtet Ihr Euch ja zusammen ein kleines Fitnessstudio zuhause bei Dir oder bei ihm ein, wo Ihr Euch die wichtigsten Dinge für Euer Workout zusammen besorgt.

 

2) Setz Dir ein neues Trainings-Ziel

Ich denke, dass es wichtig ist, dass Du Deine Ziele nicht aufgibst und sie weiter verfolgst. Wenn Du bei Deiner Zielformulierung alles richtig gemacht hast, dann kann es sinnvoll sein, dieses etwas zu justieren. Stell Dir dazu einige Fragen:

  • Ist mein aktuelles Ziel noch das richtige für die aktuelle Situation?
  • Kann ich mein aktuelles Ziel noch realistisch erreichen?
  • Gibt es ein anderes Ziel, das mir gerade mehr nützen würde?

Danach solltest Du wissen, ob Dein bisheriges Ziel noch das richtige für Dich aktuell ist. Sei unbedingt realistisch und nicht zu hart mit Dir selbst. Das führt letztlich nur zu Frustration und Demotivation und das sind die letzten Dinge, die Du gerade gebrauchen kannst. Es ist wichtig zu lernen auch mit Rückschlägen umgehen zu lernen und seinen Kompass neu auszurichten. Es ist übrigens auch okay, wenn Du für Dich aktuell erst noch ein neues Ziel finden möchtest.

Selbst wenn Du an Deinem bisherigen Ziel unverändert festhalten willst, kann es sinnvoll sein einmal darüber nachzudenken Dir ein oder mehrere zusätzliche Zwischenziele für den Shutdown und darüber hinaus zu setzen.

 

3) Pass Deinen Trainingsplan an die Umstände an

Wenn Du bislang in einem Fitnessstudio trainiert hast, ist die Chance relativ groß, dass Dir zuhause momentan das nötige Fitness-Zubehör fehlt, um Deinen aktuellen Trainingsplan auch bei Dir zuhause durchziehen zu können.

Jahn von Fitvolution Liegestützen Bodyweight-Training Muskelaufbau mit dem eigenen Körpergewicht durch Intensitätstechniken

Viele effektive Übungen, wie Liegestützen, kannst Du auch zuhause machen.

Zum Glück unterstützen viele Studios gerade ihre Mitglieder mit Trainingsplänen für das Training zuhause. Ansonsten habe ich auch Trainingspläne für mein Hotelzimmer-Training unterwegs entwickelt. Diese Pläne sind auch sehr gut für das Training zuhause ohne oder mit minimalem Equipment geeignet. Du kannst sie Dir diese kostenlosen Trainingspläne einfach herunterladen.

Zusätzlich findest Du auch auf meinem Instagram-Profil unter dem Highlight „Corona-Workout“ einige effektive Übungen, die Du ohne oder mit minimalem Equipment zuhause machen kannst.

 

4) Besorg Dir, was Du für Dein Training brauchst

Ganz ehrlich, das Training mit dem eigenen Körpergewicht ist eine tolle Sache und dem Training in einem Fitnessstudio in vielen Punkten sogar überlegen. Wenn Du gar keine Trainingsgeräte bei Dir zuhause hast, bist Du in Deinem Training jedoch stark eingeschränkt. Für jemanden, der das Trainieren in einem Studio gewohnt ist, kann das eine schwierige Umstellung sein.

Du sollst Dir jetzt kein eigenes Fitnessstudio aus dem Boden stampfen. Es sei denn Du willst das unbedingt tun. Ich persönlich würde mir an Deiner Stelle jedoch keine Dinge kaufen, die Du wieder loswerden willst, sobald der Shutdown zu Ende ist. Ich glaube jedoch, dass es immer sinnvoll ist, ein wenig Homegym-Equipment zuhause zu haben.

Mit einem Homegym fällt es Dir leichter Dich trotz Corona-Lockdown zum Training zu motivieren

Heute bin ich in meinem kleinen Homegym in meinem Wohnzimmer sehr gut ausgestattet. Ich kann dort auch meine geliebten Grundübungen mit der Langhantel ausführen. Lange Zeit hat mein kleines Fitnessstudio zuhause jedoch in eine Faltkiste gepasst und wurde regelmäßig nach dem Workout wieder im Schrank verstaut.

Überleg Dir also gut, was Dich bei Deinem Training weiterbringt. Leg Dir dann diese Dinge zu, wenn Du Dir vorstellen kannst, dass Du sie auch nach dem Shutdown noch regelmäßig für Dein Training benutzen wirst. Überleg aber nicht zu lange, die Preise für Equipment steigen aufgrund der großen Nachfrage bereits wieder an.

Als Minimal-Setup würde ich Dir einen Slingtrainer und eine Klimmzugstange zum Einhängen* empfehlen. Erfahrungsgemäß ist es zuhause immer am schwersten effektiv den Rücken zu trainieren. Ein regelmäßiges Klimmzug-Training ist da die perfekte Lösung für den Corona-Lockdown.

Übrigens: Falls Du noch keine Klimmzüge schaffst, habe ich in einem Artikel ein paar effektive Tipps zusammengefasst, wie Du relativ schnell Klimmzüge lernen kannst. Vielleicht ist das ja ein gutes Ziel für die nächsten Wochen.

 

5) Nutze die Macht von Gewohnheiten

Sofern Du in den nächsten Wochen und Monaten nicht ständig erfolglos gegen Deinen inneren Schweinehund ankämpfen willst, empfehle ich Dir, Dich darauf zu konzentrieren ganz gezielt gute Gewohnheiten aufzubauen und diese dann für Dich arbeiten zu lassen.

Du hast immer nur eine begrenzte Menge an Disziplin, die Du jeden Tag aufbringen kannst. Damit solltest Du gerade jetzt möglichst gezielt umgehen. Fokus ist Deine Superpower und Du solltest sie nutzen. Konzentriere Dich auf eine Sache nach der anderen und versuch nicht viele Dinge auf einmal zu verändern. Gewohnheiten ändern ist mit dem richtigen Vorgehen nicht extrem schwer. Es ist dabei jedoch wichtig eine nach der anderen anzugehen. Ansonsten ist das Risiko daran zu scheitern um ein vielfaches größer.

Unterschätze dabei auch niemals die große Wirkung kleiner Veränderungen. Besonders kleinere, positive Verhaltensänderungen kannst Du einfach etablieren und gezielt für einen positiven Domino-Effekt nutzen, der Dir hilft Deine (Fitness-) Ziele noch schneller zu erreichen.

 

6) Belohne Dich regelmäßig

Mit Belohnungen kannst Du Dich ganz gezielt auf wünschenswertes Verhalten konditionieren. Du kannst zudem das Erreichen von Zwischenzielen zusätzlich attraktiv machen. Diese Möglichkeit kannst Du nutzen, sofern Du es schaffst damit konsequent zu sein, sie Dir also nicht in jedem Fall zu geben. Auch solltest Du mit Deiner Belohnung nicht Deine Ziele boykottieren (z.B. Unmengen an ungesunden Lebensmitteln).

Überleg Dir also, womit Du Dich für Dein Training und oder das Erreichen kleinerer Zwischenziele belohnen kannst. Ich gönne mir zum Beispiel nach einem langen Workout ein Schoko-Müsli mit einem leckeren Protein-Shake, schaue mir eine Folge von meiner Lieblingsserie an oder bestelle mir etwas vom Inder um die Ecke, was in einigermaßen meinen Ernährungsplan passt. Überlege Dir etwas, das Dir noch ein bisschen mehr Motivation verschaffen kann und Deinen Zielen nicht schadet.

 

7) Stell Dir Dich nach dem Lockdown vor

Stell Dir vor, wenn das alles vorbei ist und Du vorangekommen und Deinen Zielen näher gekommen bist oder diese sogar erreicht hast. Du wirst es geschafft haben, weil Du durchgehalten und regelmäßig etwas dafür getan hast, auch wenn es nicht immer leicht war. Du hättest auch aufgeben können, doch Du hast an Deinem Ziel festgehalten. Fühlt sich toll an, diese Vorstellung oder nicht? Führ Dir das regelmäßig vor Augen.

Nicht jeder ist ein Fan vom Ziele visualisieren. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass es ein mächtiges Tool ist, dass Dir dabei hilft in der Spur zu bleiben.

Sobald der Shutdown vorbei ist kannst und wirst Du besonders stolz auf Dich sein. Dir das immer wieder klar zu machen, wird Dir dabei helfen, diesen Zustand auch eintreten zu lassen.

 

Fazit – Du kannst es trotz Corona-Lockdown schaffen!

Mit diesen Tipps fällt es Dir hoffentlich etwas leichter, Dich auch während des Shutdowns zu Deinem Training zu motivieren. Sei außerdem nicht zu hart zu Dir selbst, wenn Dir in diesen Zeiten manche Dinge etwas schwerer fallen. Selbst mir geht es manchmal noch so. Denk daran: Die aktuelle Situation wird nicht für immer andauern. Es geht vorbei, wir stehen das gemeinsam durch!

Gib Dein Bestes und sei stolz auf das, was Du geschafft hast. Jeder Schritt in die richtige Richtung bringt Dich Deinen Zielen näher und darauf kommt es an. Vielleicht entdeckst Du ja sogar ein paar neue Übungen für Dich, die Du in einem Fitnessstudio nie gemacht hättest.

 

Falls Dir Dein innerer Schweinehund irgendwann wieder in die Quere kommt, empfehle ich Dir mein Buch Werde zum Schweinehund-Killer. Dabei handelt es sich um eine vielfach erprobte „Schritt für Schritt“-Anleitung, die Dir dabei hilft Deine Ziele zu erreichen.

 

Sportliche Grüße

Und vergiss nicht: Deine Fitness ist Deine Gesundheit und die ist gerade besonders wertvoll!

P.S.: Ich hoffe, der Artikel hat Dir geholfen und gefallen und Du schaust bald einmal wieder auf meinem Blog vorbei. Folge mir am besten direkt auf Facebook oder Instagram und trag Dich für meinen Newsletter ein, damit Du keine neuen Artikel verpasst.

 

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