Gewohnheiten ändern - Mit einem einfachen Trick

Gewohnheiten ändern – Mit einem einfachen Trick

Ich treffe häufig Menschen, die ihre Gewohnheiten ändern wollen und es nicht schaffen. Dabei ist das eigentlich gar nicht so schwer. Eine Voraussetzung ist natürlich, dass Du es wirklich willst. Das hast Du sicher schon einmal gehört und natürlich bringt es nichts, wenn man etwas nur will, sondern Du musst auch etwas dafür tun, um Deine Gewohnheiten zu ändern.

Dabei will ich Dir heute helfen, indem ich Dir einen Trick verrate, den ich auch in meinem Buch Der Schweinehund Killer beschreibe, bereits mit mehren Klienten im Coaching erfolgreich eingesetzt und mit dem ich auch bereits selbst sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Doch zuerst sollten wir einmal eine Grundvoraussetzung klären.

 

Willst Du wirklich Deine Gewohnheiten ändern?

Vermutlich wirst Du jetzt etwas denken wie „Ja natürlich, warum würde ich sonst diesen Artikel lesen?“. Doch tatsächlich habe ich schon viele Menschen kennengelernt, die immer wieder davon gesprochen haben, dass sie etwas in ihrem Leben oder an ihren Gewohnheiten ändern wollen. Viele sagen sie wollen schnell abnehmen, mit dem Rauchen aufhören oder einfach sportlicher werden.  In Wirklichkeit ist der Wille, sich eine Sache wirklich abzugewöhnen, bei näherer Betrachtung dann jedoch gar nicht mehr so groß. Das kann verschiedene Gründe haben. Einige verbreitete sind:

  • Es handelt sich um echtes Suchtverhalten
  • Du hast starke Sekundärgewinne durch Dein aktuelles Verhalten (z.B. Aufmerksamkeit)
  • Du hast kein richtiges Ziel, das Dich anzieht
  • Dein Warum ist Dir nicht klar

In ersten Fall empfehle ich professionelle Hilfe hinzuzuziehen. In den anderen Fällen macht es Sinn, Dich einmal mit Dir selbst zu beschäftigen und den Dingen auf den Grund zu gehen. Falls Du noch kein richtiges Ziel hast, kann ich Dir Artikel empfehlen, die Dir beim Ziele finden und Ziele formulieren helfen können.

Wenn Du jedoch ein Ziel hast und Dir sicher bist, dass Du Dir wirklich etwas abgewöhnen bzw. eine schlechte Gewohnheit ändern möchtest folgt jetzt ein einfaches Prinzip, dass Du einsetzen kannst, damit Dir das leichter gelingt.

 

Gewohnheiten ändern – Gewohnheiten austauschen

Bei der im Folgenden erläuterten Technik geht es darum, eine schlechte Gewohnheit, von der Du Dich trennen möchtest, durch eine gute oder zumindest eine deutlich bessere auszutauschen. Aus diesem Grund habe ich sie auch gerne schon als Gewohnheitstausch-Technik bezeichnet.

 

Problem: Dein Gehirn akzeptiert es schwer, wenn Du ihm etwas wegnimmst

Aber warum nicht einfach mit etwas schlechtem oder gar schädlichem aufhören? Kann man nicht einfach sagen, man lässt von heute auf morgen etwas für immer sein? Mit genug Willenskraft sollte das doch zu schaffen sein, oder nicht?

Tatsächlich kann das manchmal kappen, erfordert aber eine ganze Menge Disziplin und Willenskraft und ich glaube, dass es weder notwendig noch sinnvoll ist. Ehrlich gesagt glaube ich sogar, dass die meisten besonders willensstarken und disziplinierten Menschen, die das einfach so schaffen, zumindest unterbewusst auch einen Austausch durchführen. Wieso wirst Du gleich verstehen.

Der Grund, warum es vielen Menschen schwerfällt, sich Dinge abzugewöhnen bzw. mit etwas aufzuhören ist, dass dem Unterbewusstsein dann an dieser Stelle etwas fehlt. Es ist so, dass unser Gehirn so effizient funktioniert, weil es sich permanent auf bekannte Strukturen und Muster verlässt. Wenn jetzt eine solche Struktur komplett und ersatzlos wegfällt, wirft das alle darauf aufbauenden Prozesse über den Haufen. Dein Unterbewusstsein wird sich also mit Hand und Fuß dagegen wehren, dass eine solche Lücke entsteht.

 

Lösung: Gewohnheiten ändern durch Austausch

Wenn Du Deinem Gehirn etwas gibst, das an die Stelle der alten, schlechten Gewohnheit treten kann, von der Du Dich trennen möchtest, dann musst Du mit deutlich weniger Gegenwehr von Deinem inneren Schweinehund rechnen. Such Dir also eine neue Gewohnheit aus, durch die Du Deine alte Gewohnheit ablösen willst. Immer, wenn Du nun Deiner alten Gewohnheit nachgehen würdest oder Dich ein altes Verhaltensmuster triggert, dann darfst Du ganz bewusst gezielt und konsequent Deiner neuen, positiven Tätigkeit nachgehen.

Im Prinzip ist die Vorgehensweise beim Ersetzen dann ähnlich wie immer, wenn Du eine neue, gute Gewohnheit erschaffen willst. Zieh es konsequent für mindestens 30 Tage durch und Deine neue, bessere Gewohnheit sollte stabil genug sein, dass es Dir deutlich leichter fallen wird, weiterhin dabei zu bleiben.

 

Wichtig: Ähnliche Bedürfnisse befriedigen

Du denkst jetzt vielleicht „So einfach kann das doch nicht sein“ und das ist richtig. Die Gewohnheitstausch-Technik funktioniert nämlich wirklich nicht mit jedem Gewohnheitspaar. Die neue Gewohnheit muss zumindest ähnliche Bedürfnisse befriedigen und gleichzeitig auch von den Rahmenbedingungen gut in das „Loch“ passen, dass Deine alte Gewohnheit hinterlassen hat.

Ich konnte beispielsweise meine schlechte Gewohnheit, jeden Nachmittag einen großen XL-Müsliriegel zu essen, nicht gegen die wünschenswerte Gewohnheit, ein großes Glas Wasser zu trinken, austauschen. Das wäre für meine letzte Diät natürlich das Optimum gewesen. Ein Proteinriegel als Ersatz hat für mich hingegen sehr gut funktioniert. Später habe ich diesen dann wiederum durch ein Stück Obst ersetzt (Obst ist in der Diät ohnehin zu empfehlen).

Die neue Gewohnheit wird sich am Anfang nie so passend anfühlen, wie die alte. Schon nach ein paar Tagen solltest Du jedoch bemerken, wie die Verknüpfung immer stärker wird. Die neue Handlung fällt Dir immer leichter. Je besser sie für Dich in die entstandene Lücke passt, desto schneller etabliert sie sich.

 

Fazit – Tausch jetzt eine schlechte gegen eine gute Gewohnheit aus

Jetzt wo Du weißt, wie Du am besten Deine Gewohnheiten ändern kannst, rate ich Dir es einfach einmal auszuprobieren. Warte nicht lange und schiebe es vor Dir her. Wenn es eine Gewohnheit gibt, von der Du Dich trennen möchtest, dann überlege Dir jetzt, wie bzw. durch was Du sie ersetzen kannst. Nun mach das einfach beim nächsten Mal und achte darauf, wie es sich anfühlt. Wenn es einigermaßen passt, dann zieh es wenigstens 30 Tage konsequent durch und merke, wie sich eine neue, bessere Gewohnheit in Deinem Unterbewusstsein etabliert.

Denk daran: Fokus ist Deine Superkraft, also ändere eine Sache nach der anderen und versuche nicht, alles auf einmal zu schaffen. Einen Schritt nach dem anderen zu machen hilft Dir nachhaltig Dein Durchhaltevermögen zu steigern und so letztlich Deine Ziele schneller zu erreichen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

 

Fitte Grüße

SigJahn2

Und vergiss nicht: Deine Fitness ist Deine Gesundheit.

 

Ich hoffe, mit diesem Artikel konnte ich Dir helfen, besser zu verstehen, wie Du Deine Gewohnheiten ändern kannst und Du schaust bald einmal wieder vorbei. Folge mir besten direkt auf Facebook und trag Dich für den Fitvolution-Newsletter ein, damit Du keine neuen Artikel verpasst.

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