Gewohnheiten ändern - Mit einem einfachen Trick

Gewohnheiten ändern – Mit einem einfachen Trick

.Bist Du auch einer der Menschen, die ihre Gewohnheiten ändern wollen und es einfach nicht schaffen?

Hast Du schon sämtliche Tipps zur Selbstmotivation versucht und kennst die besten Motivations-Zitate inzwischen auswendig?

Vielen Menschen geht es so. Keine Sorge, das muss nicht so bleiben!

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, Deine Gewohnheiten zu verändern oder gegen andere auszutauschen. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden. Eine überraschend einfache und trotzdem sehr effektive Möglichkeit Deine unbeliebten Gewohnheiten zu verändern, will ich Dir in diesem Artikel näherbringen.

Dabei handelt es sich um einen einfachen Trick, der von den besten Motivationscoaches eingesetzt wird. Auch ich habe ihn bereits mit zahlreichen Klienten in meinem Coaching erfolgreich eingesetzt und ihnen so geholfen ihre Ziele zu erreichen. Ich führe ebenfalls bei mir selbst dabei immer wieder positive Veränderungen herbei.

Doch zuerst sollten wir einmal eine Grundvoraussetzung klären, ohne die Dich auch die beste Methode nicht zum Ziel führen wird: Du musst es wirklich wollen.

 

Willst Du wirklich Deine Gewohnheiten ändern?

Vermutlich wirst Du jetzt etwas denken wie „Ja natürlich, warum würde ich sonst diesen Artikel lesen?“. Doch tatsächlich habe ich schon viele Menschen kennengelernt, die nur vorgeben etwas in ihrem Leben oder an ihren Gewohnheiten ändern zu wollen. Viele sagen sie wollen Muskeln aufbauen, schnell abnehmen, mit dem Rauchen aufhören oder einfach sportlich werden.  In Wirklichkeit ist der Wille, sich eine Sache wirklich abzugewöhnen, bei näherer Betrachtung dann jedoch gar nicht mehr so groß. Das kann verschiedene Gründe haben. Einige verbreitete sind:

  • Es handelt sich um echtes Suchtverhalten
  • Du hast starke Sekundärgewinne durch Dein aktuelles Verhalten (z.B. Aufmerksamkeit)
  • Du hast kein richtiges Ziel, das Dich anzieht
  • Dein Warum ist Dir nicht klar

In ersten Fall empfehle ich Dir professionelle Hilfe zu suchen. Für solche Situationen sind die Tipps in meinen Blogartikeln zum Thema Sportmotivation nicht geeignet.

In den anderen Fällen macht es Sinn, Dich einmal mit Dir selbst zu beschäftigen und den Dingen auf den Grund zu gehen. Falls Du noch kein richtiges Ziel hast, kann ich Dir Artikel empfehlen, die Dir beim Ziele finden und bei der Zielformulierung helfen können.

Wenn Du jedoch ein Ziel hast und Dir sicher bist, dass Du wirklich eine schlechte Gewohnheit ändern möchtest, folgt jetzt Methode, die Du einsetzen kannst, damit Dir das leichter gelingt.

 

Gewohnheiten ändern = Gewohnheiten austauschen

Bei der im Folgenden erläuterten Technik geht es darum, eine schlechte Gewohnheit, von der Du Dich trennen möchtest, durch eine gute oder zumindest eine deutlich bessere auszutauschen. Aus diesem Grund habe ich sie auch gerne schon als Gewohnheitstausch-Technik bezeichnet. Die Methode klingt nicht nach viel, ist jedoch eine extrem wirksame Methode, um relativ einfach und vor allem zuverlässig schlechte Angewohnheiten gezielt zu verändern.

Lass mich Dir erklären, wieso dieses Vorgehen so effektiv ist und wie Du die Methode ganz konkret für Dich einsetzen kannst:

 

Das Problem: Dein Gehirn akzeptiert es schwer, wenn Du ihm etwas wegnimmst

Aber warum nicht einfach mit etwas schlechtem oder gar schädlichem aufhören? Kannst Du nicht einfach sagen, Du lässt von heute auf morgen etwas für immer sein? Mit genug Willenskraft sollte das doch zu schaffen sein, oder nicht?

Tatsächlich kann das manchmal kappen, erfordert aber eine ganze Menge Disziplin und Willenskraft. Persönlich glaube ich, dass dies weder notwendig noch sinnvoll ist. Ehrlich gesagt denke ich sogar, dass die meisten vermeintlich besonders willensstarken und disziplinierten Menschen, zumindest unterbewusst, auch einen solchen Austausch durchführen. Wieso das so ist, wirst Du gleich verstehen.

Ein bedeutender Grund, warum es vielen Menschen schwerfällt, sich Dinge abzugewöhnen oder mit etwas aufzuhören ist, dass dem Unterbewusstsein dann an dessen Stelle etwas fehlt. Es ist so, dass unser Gehirn so effizient funktioniert, weil es sich permanent auf bekannte Strukturen und Muster verlässt. Wenn jetzt eine solche Struktur komplett und ersatzlos wegfällt, wirft das alle darauf aufbauenden Prozesse über den Haufen. Dein Unterbewusstsein wird sich also mit Hand und Fuß dagegen wehren, dass eine solche Lücke entsteht. Das kannst Du jedoch für Dich nutzen.

 

Die Lösung: Gewohnheiten ändern durch Austausch

Wenn Du Deinem Gehirn etwas gibst, das an die Stelle der alten, schlechten Gewohnheit treten kann, dann musst Du mit deutlich weniger Gegenwehr von Deinem inneren Schweinehund rechnen. Such Dir also eine neue Gewohnheit aus, durch die Du Deine alte Gewohnheit ablösen willst. Immer, wenn Du nun Deiner alten Gewohnheit nachgehen würdest oder Dich ein altes Verhaltensmuster triggert, dann darfst Du ganz bewusst gezielt und konsequent Deiner neuen, positiven Tätigkeit nachgehen.

Im Prinzip ist die Vorgehensweise beim Ersetzen dann ähnlich wie immer, wenn Du eine neue, gute Gewohnheiten erschaffen willst. Zieh es konsequent für mindestens 30 Tage durch und Deine neue, bessere Gewohnheit sollte stabil genug sein, dass es Dir deutlich leichter fallen wird, weiterhin dabei zu bleiben.

 

Wichtig: Ähnliche Bedürfnisse befriedigen

Du denkst jetzt vielleicht „So einfach kann das doch nicht sein“ und das ist richtig. Die Gewohnheitstausch-Technik funktioniert nämlich wirklich nicht mit jedem Gewohnheitspaar. Die neue Gewohnheit muss zumindest ähnliche Bedürfnisse befriedigen. Gleichzeitig muss sie auch von den Rahmenbedingungen gut in die Lücke passen, die Deine alte Gewohnheit hinterlassen hat.

Ich konnte damals beispielsweise meine schlechte Gewohnheit, jeden Nachmittag einen großen XL-Müsliriegel zu essen, nicht gegen die wünschenswerte Gewohnheit, ein großes Glas Wasser zu trinken, austauschen. Das wäre für meine letzte Diät natürlich das Optimum gewesen, war für mich als Stressesser jedoch nicht realistisch. Ein Proteinriegel als Ersatz hat für mich hingegen hervorragend funktioniert. Später habe ich diesen dann wiederum durch ein Stück Obst ersetzt (Obst ist in der Diät ohnehin besonders zu empfehlen).

Die neue Gewohnheit wird sich am Anfang nie so passend anfühlen, wie die alte. Schon nach ein paar Tagen solltest Du jedoch bemerken, wie die Verknüpfung immer stärker wird. Die neue Handlung fällt Dir immer leichter. Je besser sie für Dich in die entstandene Lücke passt, desto schneller etabliert sie sich.

 

Tausch JETZT eine schlechte gegen eine gute Gewohnheit aus

Jetzt, wo Du weißt, wie Du am besten Deine Gewohnheiten ändern kannst, rate ich Dir es einfach einmal auszuprobieren. Wenn es eine Gewohnheit gibt, von der Du Dich trennen möchtest, dann überlege Dir JETZT, wie und wodurch Du sie ersetzen kannst. Nun mach das einfach beim nächsten Mal und achte darauf, wie es sich anfühlt. Wenn es einigermaßen passt, dann zieh es 30 Tage konsequent durch. Wenn Du dann merkst, wie sich eine neue, bessere Gewohnheit in Deinem Unterbewusstsein etabliert, dann bleib einfach dabei.

Denk daran: Fokus ist Deine Superkraft, also ändere eine Sache nach der anderen und versuche nicht, alles auf einmal zu schaffen. Du wirst es nicht schaffen von einem Tag auf den anderen Deine Faulheit zu überwinden und auf einen Schlag plötzlich fit zu werden. Einen Schritt nach dem anderen zu machen hilft Dir nachhaltig Dein Durchhaltevermögen zu steigern und so letztlich Deine Ziele schneller zu erreichen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

 

Übrigens: Deine Gewohnheiten nach und nach zu verändern ist nur ein kleiner Baustein, wenn Du Deine Ziele erreichen willst. Eine effektive und erprobte Struktur, die Dir dabei hilft, die richtigen Dinge in der richtigen Reihenfolge zu tun, findest Du in meinem Buch Werde zum Schweinehund-Killer. Das darin beschriebene 7 Schritte System holt Dich dort ab, wo Du Dich gerade befindest. Es hilft Dir dabei, die Strukturen aufzubauen, die Du zum Erreichen Deiner Ziele brauchst. So hat es bereits hunderten Menschen auf dem Weg zu ihren Zielen geholfen.

 

Fitte Grüße

SigJahn2

Und vergiss nicht: Deine Fitness ist Deine Gesundheit.

 

Ich hoffe, mit diesem Artikel konnte ich Dir helfen und Du schaust bald einmal wieder vorbei. Folge mir besten direkt auf Facebook oder Instagram und trag Dich für den Fitvolution-Newsletter ein, damit Du keine neuen Artikel verpasst.

 

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6 Kommentare

  1. Motivation und Routinen ist ja auch genau mein Thema, ich gehe es oft verbissen an und weiß, wie schnell dann schlechte Routinen wieder auf dem Plan stehen, aber Druck ist oft nicht das Mittel der Wahl. Der Gewohnheits-Tausch, wie du ihn beschreibst funktioniert aber sehr sehr gut, aber auch hier hast du recht: müssen die Menschen was ändern wollen!!! Bin da im Thema und habe schon oft im Leben meine negative Gewohnheit so mit positivem getauscht. Jüngstes Beispiel: ich habe vor ein paar Jahren angefangen in der früh nach dem aufstehen nicht in den sozialen Medien zu surfen, sondern Ideen aufzuschreiben 🙂 Damit habe ich ruckzuck ein negatives Gefühl mit einem positiven Gefühl getauscht und mittlerweile gehört das einfach zu meinem Morgen dazu, auch wenn ich dennoch dann immer mal auf fb unterwegs bin.

    Viele Grüße, Poli

    • Hey Poli,
      schön, dass Du bereits positive Erfahrungen mit dieser Technik gesammelt hast. 🙂
      Viele Grüße
      Jahn

  2. Super Tipps, vielen Dank für den Beitrag! Ich habe vor einiger Zeit entdeckt, wie viel ein klares Warum ausmacht und bin seither viel fokussierter was Sport und Ernährung angeht. Es fällt mir viel weniger schwer die richtigen und gesunden Entscheidungen zu treffen.

    • Hallo Lisa,

      freut mich, dass Dir der Artikel gefallen hat. Ein klares Warum ist wirklich eine wertvolle Sache.
      Du kannst die größten und am besten formulierten Ziele haben, wenn Dir Dein Warum nicht klar ist, wirst Du, wenn überhaupt, immer nur mit angezogener Handbremse fahren.

      Viele Grüße
      Jahn

  3. Hallo Jahn,
    auch ich möchte Dir für die tolle Aufbereitung dieses wirklich hilfreichen Artikels danken. Gerade das Füllen der entstandenen Gewohnheitslücke durch eine andere Gewohnheit finde ich unheimlich wichtig.
    Ich finde es aber auch wichtig, nicht zu viele Gewohnheiten auf einmal ändern zu wollen. Idealerweise sollte man immer nur eine auf einmal ändern, bis wir das notwendige Momentum aufgebaut haben, dass die neue Gewohnheit „normal“ geworden ist. Sonst stolpern wir….
    Zumindest ist das meine Erfahrung.

    Viele Grüße aus München,
    Uwe

    • Hallo Uwe,

      dieses Vorgehen ist häufig viel effektiver, als das reine Abgewöhnen, wie es ganz viele versuchen und daran scheitern.

      Vollkommen richtig. Meine Empfehlung ist deshalb auch immer nur eine Gewohnheit nach der anderen zu ändern und diese Veränderung mindestens 30 Tage konsequent zu verfolgen, bis sie sich gefestigt hat.

      Viele Grüße
      Jahn

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