Lass einfach mal die Cola weg - Die große Wirkung kleiner Veränderungen

Lass einfach mal die Cola weg – Die große Wirkung kleiner Veränderungen

Häufig werde ich gefragt, wie man denn am besten anfängt, wenn man etwas an seiner Ernährung verbessern und ab jetzt etwas mehr für seine Gesundheit und seine Fitness tun möchte. Ich rate dann eigentlich immer dazu, mit einem ganz kleinen Schritt anzufangen. Man sollte sich eine kleine Veränderung zum positiven suchen und diese einfach machen und eine Weile konsequent durchziehen. Ein Beispiel, das sicherlich bei vielen funktionieren kann ist es beispielsweise, einfach mal die Cola weg zu lassen.

In diesem Artikel möchte ich Dir anhand eines, für die meisten sicherlich gut nachvollziehbaren Beispiels verdeutlichen. Das soll Dir zeigen, wie Du mit ganz kleinen Veränderungen schon eine große Veränderung in Deinem Leben bewirken kannst. Am Ende des Artikels will ich Dir dann noch von meinem Arbeitskollegen Paul erzählen, der genau diesen ersten Schritt gemacht hat. In seinem Leben hat sich seither einiges zum Positiven verändert.

Im laufe dieses Artikels erfährst Du:

 

Warum Du ausgerechnet auf die Cola verzichten solltest

Das Beispiel mit der Cola ist für die meisten Menschen nachvollziehbar. Viele meiner Freunde und Kollegen trinken täglich von der zuckerhaltigen Limonade und bei einigen meiner Klienten hat dieser einfache Schritt sehr gut funktioniert, um den Stein zu einer besseren Ernährung und einem fitteren Leben ins Rollen zu bringen.

Cola ist auch deshalb so ein gutes Beispiel, weil die meisten nachvollziehen können, dass es nicht gut ist viel Cola zu trinken. Mit dem vielen Zucker, den künstlichen Farbstoffen und der Phosphorsäure (die in einem Getränk eigentlich wirklich nichts zu suchen hat), sollte inzwischen bekannt sein, dass man sich und seiner Gesundheit mit diesem Getränk nichts Gutes tut. Gleichzeitig ist es jedoch für viele recht gut vorstellbar (zumindest für eine gewisse Zeit) darauf zu verzichten Cola zu trinken. Der Schritt ist den meisten nicht zu groß.

Zudem ist der Hebel bei Cola wirklich gewaltig, wie ich Dir im nächsten Abschnitt anhand einer einfachen Rechnung zeigen werde.

Muss es denn Cola sein?

Natürlich muss es nicht unbedingt Cola sein, auf die Du verzichtest. Wenn Du jeden Tag eine andere Limonade trinkst, eine bestimmte Süßigkeit isst oder einer andere kleine Gewohnheit nachgehst, dann kann das auch ein guter erster Schritt sein. Wichtig ist, dass die Veränderung nicht zu groß ist, eine häufige Gewohnheit betrifft und Du durch die Veränderung das Gefühl hast, Dir selbst und Deinem Körper etwas Gutes zu tun.

 

Wie viele Kalorien Du sparst, wenn Du auf Cola verzichtest

Du kennst sicherlich den Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“. In dieser Aussage steckt viel Wahres.

Wenn Du nur 500ml Cola am Tag trinkst, die Du zukünftig weglässt, dann mag Dir das vielleicht wie eine Kleinigkeit vorkommen. Die Kalorienersparnis, auf die Du dadurch kommst,  ist jedoch gewaltig. Was schätzt Du denn, wie viele Kalorien Du in einer Woche, einem Monat oder gar einem Jahr nur durch den Verzicht auf eine kleine Flasche Cola am Tag einsparen könntest?

Um sich dessen bewusst zu werden, muss man sich das einfach einmal ausrechnen. Dadurch bekommt man gleich ein viel besseres Gefühl, wie groß die Auswirkung von einer so kleinen Veränderung bereits sein kann.

Genau diese Rechnung möchte ich  Dir deshalb jetzt kurz vorstellen:

Cola Zucker kcal = kg Körperfett
100ml 10,6 42 0,006
500ml 53 210 0,03
7 Tage à 500ml 371 1470 0,21
1 Monat à 500ml 1590 6300 0,9
1 Jahr à 500ml 19080 75600 10,8

Da Kalorien an sich immer etwas abstrakt sind, habe ich diese auch gleich noch in Körperfett umgerechnet, das durch diese kleine Umstellung mehr ab- bzw. weniger aufgebaut werden kann.

Jetzt stell Dir einmal vor, dass Du nur durch eine solche kleine Veränderung, wenn Du sonst alles gleich lässt, innerhalb eines Jahres fast 11 Kilo mehr Körperfett abbauen bzw. weniger aufbauen würdest. Da soll nochmal einer sagen, dass kleine Veränderungen nichts bringen würden. 😉

Ein leckeres Glas frisches Wasser statt einer Cola unterstützt die Veränderung

Da trinkt man doch gleich noch lieber ein Glas Wasser statt einer Cola 😉

Natürlich bringt es deutlich weniger, wenn Du Deine Cola durch eine andere Limonade oder einen Saft ersetzt. Du solltest stattdessen schon zu Wasser oder ungesüßtem Tee greifen. Eine stark verdünnte Saftschorle tut es notfalls auch.

 

Schon eine kleine Veränderung kann den Stein ins Rollen bringen

Mit dem letzten Abschnitt habe ich Dich hoffentlich schon vom möglichen direkten positiven Nutzen einer kleinen Veränderung überzeugen können. Jetzt möchte ich Dir noch etwas über den Domino-Effekt erzählen, den solche kleine Veränderungen auslösen können. Dazu will ich Dir zeigen, wie Du durch diesen wie von allein richtig große und tolle Veränderungen herbeiführen kannst.

Für Dein Unterbewusstsein ist jede Veränderung immer eine Abwägung von Aufwand und Nutzen. Auch wenn Dir der Nutzen logisch bewusst ist und der Aufwand dafür mehr als angemessen erscheint, so kann das Dein Unterbewusstsein anders sehen. Insbesondere bei großen Veränderungen sind innere Widerstände oftmals so groß, dass Dein innerer Schweinehund Dich davon abhält. Das liegt meist an vielen bestehenden und tief verwurzelten Gewohnheiten, die nicht so einfach aufgegeben werden wollen.

Wenn Du jetzt jedoch eine kleine Veränderung angehst, bei der Du nur eine kleine negative Gewohnheit entwurzelst, dann ist dies mit etwas Willenskraft noch recht einfach möglich. Wenn jetzt die Veränderung gelungen und die positiven Folgen eingetreten sind, dann bekommt Dein Unterbewusstsein eine Bestätigung für den Nutzen des Aufwandes. Dadurch wird es Dir bei der nächsten kleinen positiven Veränderung viel leichter fallen, sie umzusetzen.

Wenn die Veränderungen und die Erfolge groß genug sind, kann ein wahrer Sog entstehen. Dieser kann Dich dazu bringen nach und nach immer weitere positive Veränderungen in Deinem Leben anzugehen. Das alles passiert, ohne dass Du diese bewusst zu etablieren versucht hast. Du hast damit den Stein ins Rollen gebracht und quasi einen positiven Domino-Effekt ausgelöst.

Der Verzicht auf eine Cola am Tag kann schon genug sein, um Deinen Stein ins Rollen zu bringen.

 

Wie lange Du das mindestens durchziehen solltest

Jetzt hast Du angefangen jeden Tag statt Deiner Cola eine Flasche Wasser zu trinken. Doch schon nach ein paar Tage merkst Du, wie es Dir immer schwerer fällt, konsequent zu bleiben. Du fragst Dich jetzt vielleicht, wie lange es dauert, bis es leichter wird durchzuhalten.

Natürlich gibt es dafür keine exakte und für jeden exakt gültige Regel. Es gibt jedoch eine gute Daumenregel, die inzwischen auch von mehreren Studien bekräftigt wurde. Diese Regel besagt, dass das neue Verhalten bereits nach 30 Tagen so weit im Unterbewusstsein verankert ist, dass sie zu einer Gewohnheit geworden ist. Natürlich ist diese Gewohnheit noch nicht so stark ausgeprägt, wie Gewohnheiten, denen Du schon seit Jahren folgst. Es sind jedoch bereits einige Automatismen angestoßen, die Dich dabei unterstützen, sie aufrecht zu erhalten.

Nach etwa 30 Tagen wird es also deutlich einfacher, dran zu bleiben. Nimm Dir also vor, es von Tag zu Tag zu schaffen und mindestens 30 Tage durchzuhalten. Danach wirst Du noch immer darauf achten müssen, nicht wieder in alte Muster zurück zu fallen, es wird Dir jedoch deutlich leichter fallen.

Zusätzlich sind beim Verzicht auf eine Cola am Tag nach den ersten 30 Tagen möglicherweise schon erste Ergebnisse sichtbar. Diese können Dich zusätzlich motivieren und beim Durchhalten unterstützen.

 

Wie Paul ohne Cola sein Leben verändert hat

Mein Kollege Paul war lange unzufrieden, weil er sich gerne gesünder ernähren wollte. Seit er nach dem Studium angefangen hatte zu arbeiten, machte Paul kaum noch Sport und aß immer schlechter. Viele Süßigkeiten und häufiger Genuss von Fast Food prägten seinen Ernährungsalltag. Wirklich glücklich war er damit jedoch nicht. Deshalb versuchte er auch immer wieder eine Ernährungsumstellung zu machen und auch wieder regelmäßig Sport zu treiben. Das gelang ihm jedoch nie besonders lange. Immer wieder fiel er in sein altes Muster zurück.

Eines Tages kam Paul zu mir und fragte mich, ob ich eine Idee hätte, was er tun könnte. Ich fragte ihn, worauf er eher verzichten könne, auf die Cola, die er immer am Nachmittag trank oder auf den Schokoriegel, den er sich immer nach dem Essen gönnte. Er entschied sich für die Cola und ich bat ihn, mindestens 30 Tage konsequent darauf zu verzichten. Gesagt getan, schon am selben Tag holte sich Paul keine Nachmittags-Cola.

Zugegeben, Paul hat es nicht direkt geschafft auf Wasser und ungesüßten Tee umzusteigen und zwischendurch in den ersten Tagen immer wieder auch zu einer Saftschorle gegriffen. Nach einige Wochen merkte man jedoch schon, dass der Stein ins Rollen gebracht war.

Paul und der Domino-Effekt:

Nach etwa zwei Monaten stellte ich fest, dass er immer regelmäßiger auch auf seinen Schokoriegel verzichtete. Auch fiel mir auf, dass er immer häufiger mit mir die Treppe nahm, statt in den Aufzug zu steigen. Das alles passierte, ohne dass ich ihn dazu aufgefordert hätte. Einige Monate später erzählte er immer wieder, wie er beim Sport gewesen sei und ab und zu ertappten wir ihn sogar dabei, wie er sich beim Mittagessen für einen Salat entschied.

Heute macht Paul regelmäßig 1-2 Mal in der Woche abends Sport, trinkt viel Tee, nimmt meist die Treppe und hat inzwischen bestimmt auch schon 10 Kilo abgenommen. Dazu kommt, dass Paul auch auf alle Menschen in seinem Umfeld inzwischen einen glücklicheren und entspannteren Eindruck macht.

Die Veränderungen waren alle klein, kamen langsam und mögen für viele keine krassen Veränderungen darstellen. Worauf es hier jedoch ankommt ist die richtige Richtung, die eingeschlagen wurde und mit welcher Nachhaltigkeit sie weiter verfolgt wurde. Und in der Summe finde ich die Veränderungen, die Paul geschafft hat wirklich ziemlich beeindruckend.

Hinweis: Ich habe den Namen von Paul für diesen Artikel natürlich geändert, damit er anonym bleibt.

 

Fazit

Ich hoffe die Schilderung der Chancen, die eine solche kleine Veränderung bringen können, konnten Dich überzeugen, dass es Sinn macht es selbst einmal zu versuchen. Vielleicht hat Dich auch die Geschichte von Paul davon überzeugt, dass es gar nicht so wichtig ist, immer alles auf einmal zu wollen. Oft ist es sogar besser, mit einer kleinen Veränderung zu beginnen.

Wenn ich es mit diesem Artikel schaffe, dass nur einer meiner Leser sich dadurch motivieren lässt es selbst zu versuchen und damit vielleicht sogar eine Veränderung wie die von Paul anzustoßen, dann hat es sich für mich gelohnt diesen Artikel zu schreiben. 🙂

 

Viele Grüße

SigJahn2

Und vergiss nicht: Deine Fitness ist Deine Gesundheit.

 

P.S.: Jan von Habitgym hat eine Blogparade mit dem Titel Kleine Idee mit großer Wirkung ins Leben gerufen, die hier ganz gut dazu passt. Zur Blogparade auf Habitgym.

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6 Kommentare

  1. Es ist schon wirklich stark was solche eine Veränderung bringen kann. Dem einen fällt es leicher, dem anderen schwerer. Ich habe vor etwa einen Jahr aufgehört Cola & ähnliches zu trinken. Naja, zumindest fast. Ein Glas am Wochenende muss drin sein. Man fühlt sich einfach besser.

    Das was du über Paul so schreibst konnte ich auch bei mir beobachten 🙂

    LG
    Sophia

    • Hallo Sophia,
      schön, dass Du ähnliche Erfahrungen gemacht hast.
      Manchmal kann man gar nicht glauben, was eine kleine Veränderung langfristig auslösen kann.
      VG
      Jahn

  2. Cola ist wirklich Nitroglycerin für den Blutkreislauf.
    Diese Energiedichte ist wirklich tödlich für eine gesunde Lebensweise.
    Vor allem wenn man sich dann dazu noch einen Burger o. Ä. genehmigt.
    Alles wird dann in Lichtgeschwindigkeit in die Fettzellen transportiert.

    Aber um ehrlich zu sein, ich trinke sie auch mal ganz gerne 🙂

    Wie Sophia schrieb, mal am Wochenende geht das klar.

    Mein Tipp: Kauft keine Flasche, sondern eine Dose. Schmeckt besser und man kommt nicht in Versuchung, sich noch mehr davon zu gönnen 😉

    • Hi Falco,

      die Cola ist ja nur ein sehr anschauliches Beispiel für viele mögliche, kleine Veränderungen. Der Hebel ist hierbei natürlich besonders groß. 😉
      Ich vertrete ja auch die Ansicht, dass absoluter 100%iger Verzicht auf alle ungesunden Dinge langfristig nicht gut geht.
      Mal am Wochenende eine kleine Flasche (oder auch Dose) zu trinken sollte wohl schon klar gehen.

      Viele Grüße
      Jahn

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