Joggen mit Hund - Gründe und Tipps

Joggen mit Hund – 4 Gründe und 7 Tipps für das gemeinsame Lauftraining

Bis vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass das Joggen mit Hund für mich mal ein fester Bestandteil meines Lauftrainings werden würde. Inzwischen ist die kleine Luca (auf dem Bild) für mein Lauftraining unerlässlich geworden. Sie motiviert mich immer wieder und hilft mir dabei meine Leistung laufend zu steigern.

Aus diesem Grund habe ich mich jetzt entschlossen diesen Artikel über das Joggen mit Hund zu verfassen. Ich möchte in diesem Artikel die meiner Ansicht nach wichtigsten Gründe für das Lauftraining mit einem Hund darstellen und anschließend noch einige wertvolle Tipps für das Joggen mit Hund geben, die ich am Anfang gern schon bekommen hätte.

Hier kommst Du direkt zu den Kapiteln:

Dieser Artikel ist übrigens meiner besten Lauftrainingspartnerin Luca, einer Jack Russel Hündin gewidmet, die meine Freundin in mein Leben gebracht hat. Vielen Dank nochmal dafür Jenny! 🙂

 

Gründe warum ein Hund der beste Trainingspartner ist

Es gibt viele gute Gründe zusammen mit seinem Hund zu laufen. Davon mal abgesehen, dass so ein Hund ohnehin jeden Tag Auslauf benötigt, hat das Joggen mit Hund aber auch noch weitere Vorteile. In gewisser Hinsicht hat so ein tierischer Trainingspartner sogar seinem menschlichen Pendant (zu den allgemeinen Vorteilen des Trainings mit Trainingspartner) einiges voraus.

 

1) Du kannst das Nötige mit dem Nützlichen verbinden

Wenn Du einen Hund hast, dann muss dieser ohnehin jeden Tag mehrmals raus und möchte Auslauf haben. Bevor Du dreimal am Tag einen Spaziergang machst, kannst Du also auch gleich Deine Laufschuhe schnüren und Dir und Deinem Tier etwas Gutes tun. Schließlich profitierst nicht nur Du, sondern auch Dein Hund von regelmäßigem Cardiotraining.

 

2) Ein Hund ist ein echtes Motivationswunder

Es wird immer wieder Tage geben, an denen es Dir Dein innerer Schweinehund schwer machen möchte Deinen Hintern hoch zu bekommen. An solchen Tagen ist ein aktiver Hund wirklich Gold wert.

Ein Hund schafft es oft allein mit einem vorwurfsvollen Blick, Dich davon zu überzeugen, dass Du eine Runde laufen gehen solltest. Wenn das alleine nicht hilft, dann werden auch schon mal die Laufschuhe gebracht.

Luca will immer laufen gehen. Wenn ich sie frage, ob sie Joggen gehen möchte oder ich meine Laufschuhe anziehe, dann rastet sie vor Vorfreude förmlich aus. Wenn ich also regelmäßig mit unserem Hund Joggen gehe, dann tue ich nicht nur etwas für meine und ihre Gesundheit, sondern habe auch noch das Gefühl ihr eine große Freude zu machen. 🙂

 

3) Ein Hund ist ein absolut zuverlässiger Trainingspartner

Wenn Du regelmäßig mit Deinem Hund laufen gehst, dann wirst Du es nie erleben, dass Dein tierischer Trainingspartner ein Training absagt, verschiebt oder mit irgendwelchen Ausreden um die Ecke kommt, warum ihr lieber etwas anderes machen solltet.

Ein Hund möchte und muss raus und sich bewegen und wird nie das Lauftraining sausen lassen, wenn es ihm nicht wirklich schlecht geht. Ich hatte auch schon menschliche Trainingspartner, die mehr als jedes zweite Lauftraining abgesagt haben. Das ist mir mit Luca noch nicht passiert.

 

4) Dein Hund wird keine Deiner Ausreden akzeptieren

Dein Hund wird nicht nur keine Ausreden vorschieben, sondern er wird auch keine Deiner Ausreden akzeptieren. Der Hund, der fordernd vor dem Sofa sitzt, macht es wirklich schwer sitzen zu bleiben.

Gerade bei aktiven Hunderassen hast Du gar keine Wahl. Die wollen raus und müssen laufen und sich bewegen. Meist sparst Du dann sogar noch Zeit, wenn Du laufen gehst, statt einen Spaziergang zu machen bis sich Dein Hund genug bewegt hat.

 

 

Tipps für das Lauftraining mit dem Hund

Wenn Du regelmäßig mit einem Hund laufen gehen möchtest, dann solltest Du einige Dinge beachten. Vieles davon hat man einfach so gar nicht auf dem Schirm, wenn man noch keine oder wenig Erfahrung mit dem Laufen mit Hund hat. Dabei sind alle der nachfolgenden Tipps wichtig und können Dir dabei helfen, dass Dein Joggen mit Hund besser, sicherer und gesünder für Euch beide wird.

 

1) Such Dir die richtige Hunderasse für das Joggen mit Hund aus

Unsere Luca ist ein Jack Russel Terrier und verdammt schnell und ausdauernd, was das Laufen angeht. Wenn ich schon nicht mehr kann, dann würde sie am liebsten noch 10 Kilometer weiter rennen. Sehr beliebte andere Laufhunderassen sind Schäferhunde, Border Collies, Dalmatiner, Boxer, und Retriever-Rassen. Generell sind Hunderassen sehr gut geeignet, die zur Jagd oder als Hütehunde gezüchtet wurden und daher viel Auslauf wollen.

Joggen mit Hund Luca Inline Skates

Selbst mit Inlineskatern kann so ein Jack Russel locker mithalten

Es gibt jedoch auch Hunderassen, die nicht so gut zum Laufen geeignet sind. Ein Chihuahua oder ein Mops beispielsweise sind nicht zum Joggen mit Hund geeignet, das wäre reinste Tierquälerei.

 

2) Stelle sicher, dass Dein Hund mit Dir mithalten kann

Auch wenn Dein Hund grundsätzlich von der Rasse her zum Laufen geeignet ist, solltest Du trotzdem sicherstellen, dass er wirklich fit genug ist, um Dich bei Deinem Lauftraining zu begleiten und Du ihm nicht schadest.

Am besten fängst Du langsam und mit kürzeren Strecken an und schaust, wie Dein haariger Trainingspartner mit der Belastung klar kommt. Du hast schließlich auch nicht direkt mit einem Marathon angefangen.

Idealerweise geht Ihr auch einmal zum Tierarzt und lasst abklären, ob es irgendwelche Gründe gibt, die gegen das gemeinsame Lauftraining sprechen.

 

3) Nur ein Hund, der schon gut hört eignet sich zum Laufen

Bevor Du überhaupt daran denkst, mit einem Hund joggen zu gehen, muss dieser unbedingt einen guten Grundgehorsam haben. Beim Joggen ist es immer angenehmer für beide, wenn der Hund unangeleint laufen kann. In diesem Fall laufen viele Hunde jedoch gerne auch mal voraus. Damit das funktionieren kann sollte der Hund sich zuverlässig abrufen lassen.

Für das Joggen mit Hund sollte der Grundgehörsam gut sein und wichtige Befehle funktionieren

Auch das bei Fuß gehen sollte auf Kommando gut funktionieren, wenn Euch andere Menschen entgegen kommen. Nur so wird das gemeinsame Joggen sicher und stressfrei für Euch beide.

 

4) Such Dir für das Joggen mit Hund die richtige Strecke aus

Beim Joggen mit Deinem Hund solltest Du beachten, dass die Belastung für Deinen Begleiter andere sind und einige potentiellen Gefahren lauern, die Du als Läufer ohne Hund so bislang gar nicht bedacht hast.

Die folgenden Voraussetzungen sollte eine ideale Strecke für das Lauftraining mit Deinem Hund erfüllen:

  • Weicher, pfotenschonender Untergrund
  • Wenig Straßenverkehr entlang der Strecke
  • Wenig Gegenverkehr auf der Strecke
  • Zugängliches Trinkwasser an der Strecke (sauberer Bach)

 

5) Stelle sicher, dass Dein Hund auch im Dunkeln sichtbar ist

Das Laufen stellt für Deinen Hund potentiell eine Gefahrenquelle dar. Deshalb solltest Du, neben der Auswahl einer möglichst sicheren Strecke noch einige weitere Maßnahmen ergreifen. Schließlich möchtest Du sicher sein, dass es Deinem haarigen Kumpel beim Laufen nichts passiert.

Auch wenn (hoffentlich) wenig Verkehr an Deiner Laufstrecke herrscht, ist es immer wichtig, dass Dein Hund gut gesehen werden kann. Gerade wenn Du mit dem Hund früh am Morgen oder spät am Abend laufen gehst, dann solltest Du Dir eine Warnweste* und ein beleuchtetes Halsband* für den Hund zulegen.

LED Hundehalsband für das Joggen mit Hund bei Dämmerung

Sichtbare Beleuchtung bringt zusätzliche Sicherheit.

 

6) Besorg Dir eine ordentliche Joggingleine

Grundsätzlich ist es für den Hund natürlich besser, wenn er frei laufen kann. Sollte dies jedoch nicht möglich sein, weil es zu gefährlich ist oder Leinenpflicht herrscht, dann brauchst Du eine gute Laufleine für Deinen Hund*.

Joggen mit der Leine in der Hand ist für das Herrchen schnell nervig und nicht optimal für das Training. Außerdem ist die Leine für den Hund so nicht gleichmäßig lang und es kann schnell passieren, dass Du an ihm rumreißt, ohne es zu wollen. Das bringt Dich aus dem Rhythmus und kann vom Hund fälschlicherweise als Erziehungsmaßnahme verstanden werden.

Joggingleine für das Joggen mit Hund

Der Hund ist angeleint und trotzdem sind beide Hände frei.

 

7) Dein Hund bekommt genauso Durst wie Du

Was bei den ersten Versuchen beim Joggen mit Hund gerne mal vergessen wird, ist, dass Hunde genauso viel Durst bekommen wie wir Menschen. Hunde schwitzen nicht und können ihre Körpertemperatur nur über Zunge und Pfoten regulieren. Deshalb solltest Du immer dafür sorgen, dass Dein Hund beim Laufen ausreichend Wasser bekommen kann. Auch solltest Du aus diesem Grund nicht zu lange Strecken bei großer Hitze laufen.

Am besten wählst Du die Laufstrecke mit dem Hund so, dass saubere Bäche oder Seen auf dem Weg liegen. Den Hund aus schmutzigen Pfützen trinken zu lassen ist nicht zu empfehlen, da dies zu Durchfall und schlimmeren Erkrankungen führen kann. Du kannst Deinen Hund aber auch einfach aus einer Flasche trinken lassen (es gibt sogar spezielle Hunde-Trinkflaschen für unterwegs*). Du musst dann aber entsprechend mehr Wasser für euch beide mitnehmen.

Wenn Dein Hund beim Laufen anfängt extrem zu hecheln, zu schwächeln oder sich seine Zunge verfärbt, dann solltest Du das Lauftraining abbrechen und Deinem Laufpartner schnellstmöglich etwas zu trinken verschaffen.

 

Wenn Du bis hier gelesen hast, dann solltest Du jetzt nicht nur vom Joggen mit Hund überzeugt, sondern auch noch gut für das Laufen mit Deinem Hund vorbereitet und ausgestattet sein. Ich hoffe ich konnte mit meinem Artikel den ein oder anderen davon überzeugen, es mal mit dem Joggen mit Hund zu versuchen und mit meinen Tipps helfen, es noch besser, sicherer und gesünder für beide zu machen.

 

Sportliche Grüße

SigJahn2

Und vergiss nicht: Deine Fitness ist Deine Gesundheit.

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