Das Fitnessstudio in meinem Koffer – Meine Fitness-Packliste auf (Geschäfts)reisen

Immer mehr verliert der Standort des Arbeitsplatzes für viele Menschen an Bedeutung. Wer in München wohnt, kann schon nächste Woche beruflich nach Hamburg geschickt werden. Das kann verschiedene Gründe haben und kurz- oder längerfristig sein. Insbesondere in  Aufstiegspositionen bei großen Unternehmen nimmt die Reiseaktivität massiv zu.

Häufig unterwegs zu sein bringt gewisse Herausforderungen mit sich. Oftmals bedeutet es vorübergehend wieder und wieder aus einem Koffer zu leben. Selbstverständlich muss man dabei gut überlegen, wofür man diesen begrenzten Platz verwendet.

Dir ist Deine Fitness wichtig. Deshalb willst Du auch unterwegs optimale Voraussetzungen schaffen, um an der Erreichung Deiner Fitness-Ziele zu arbeiten. In einem kleinen Koffer, neben all den anderen Dingen, auch noch Dein ganzes Sport-Equipment unterzubringen, ist gar nicht so einfach.

Als Unternehmensberater bin ich jede Woche in Deutschland unterwegs. Ich arbeite in verschiedenen Projekten und wohne, während ich vor Ort beim Kunden bin, in Hotels. Das ist so gut wie jede Woche, von Montag bis Donnerstag ,oder Freitag, der Fall.

Anfangs habe ich mir sehr schwer getan, alles was ich zu brauchen dachte, in meinem Koffer unterzubringen. Inzwischen habe ich für mich herausgefunden, wie ich meinen Platz im Koffer besser nutzen kann und meine Packliste optimiert.

Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen und Dir meine Packliste für Business Trips vorstellen. Diese ermöglicht mir ein optimales, ortsunabhängiges Training, ohne dabei mein Gepäck zu überladen.

Mir persönlich war es dabei wichtig, dass es möglich ist, alles im Handgepäck unterzubringen. Gepäck einzuchecken und abzuholen kostet am Flughafen immer eine Menge Zeit, die man besser nutzen kann.

Andere entscheiden sich vielleicht dafür, einfach größere oder mehr Gepäckstücke mit unnötigen Dingen zu befüllen:

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Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche.Sokrates

Tu Dir selbst einen Gefallen und geh einmal durch Deinen gepackten Koffer und frage Dich bei jedem Teil, ob Du es wirklich auf Deiner (Geschäfts)reise brauchst und mit hoher Wahrscheinlichkeit benutzen wirst. Ist die Antwort „Nein“, dann streich es von Deiner Packliste und lass es zuhause.

 

Meine Packliste – Das nehme ich alles mit

Auf dem Bild kannst Du alles sehen, was ich derzeit immer in meinen Koffer packe. Neben einem Anzug, zwei Hemden, Krawatten, Unterwäsche und einem Kulturbeutel, macht mein Sport-Equipment etwas über die Hälfte des Volumens in meinem Gepäck aus.

Packliste_business

Ich werde bei der Aufzählung hier besonders auf mein Fitness-Equipment eingehen. Ich habe dabei versucht alles thematisch zu strukturieren.

 

Sportbekleidung:

Base-Layer:
Als Base Layer habe ich, zum Laufen in der kalten Jahreszeit immer mein Under Armour Cold Gear Kompressionsshirt* und meine Cold Gear Leggins* dabei. Wenn es draußen kalt ist und Du trotzdem an der frischen Luft trainieren möchtest, dann ist eine wärmende, eng aufliegende Kleidungsschicht mit gutem Feuchtigkeitsabtransport Gold wert.

Jogginghose:
Packe einfach die Laufhose ein, die Dir beim Laufen am angenehmsten ist. So ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass Du es auch tatsächlich tust. Meine beiden Lieblings-Laufhosen habe ich übrigens bei Tchibo und Lidl im Angebot erstanden. Wichtig ist hierbei, dass Du eine Hose mit reflektierenden Elementen nimmst. Gerade wenn Du früh morgens oder spät abends läufst, kannst Du nie genug Reflektoren am Körper haben.

Sportshirts:
Auch hier macht fürs Laufen im Dunkeln eine helle Farbe und/oder mit Reflektoren Sinn, sofern Du das Shirt als Top-Layer trägst. Fürs Training im Hotelzimmer oder das Gym sollte das relativ egal sein, außer Du joggst im Dunkeln dort hin. 😉

Wasserdichte Windbreaker Laufjacke:
Diese ist hier nicht abgebildet, weil ich sie derzeit meistens nicht mitnehme. Je nach Wetterverhältnissen und individuellem Temperaturempfinden ist eine solche Jacke jedoch durchaus sinnvoll. Hier solltest Du beim Kauf besonders auf eine hohe Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen achten.

 

Schuhe und Socken:

Bei Laufschuhen eine universelle Empfehlung auszusprechen ist äußerst schwierig. Für das Trainings Equipment für unterwegs ist es jedoch ideal, wenn die Schuhe leicht, einfach zu reinigen, aus einem schnell trocknenden Material gefertigt sind und sich platzsparend verstauen lassen. Meine Wahl fällt hierbei auf die Mizuno Wave Sayonara 2*, die perfekt zu mir und meinem Laufstil passen.

Um die bestmöglichen Laufschuhe für Dich zu finden, solltest Du Dich am besten einmal in einem spezialisierten Laufladen in Deiner Umgebung beraten und eine Laufanalyse machen lassen.

Wenn Du mit den Schuhen nicht durch den größten Dreck läufst und sie sauber hältst, dann sollte es auch kein Problem sein, dieselben Schuhe für das Training im Fitnessstudio zu benutzen. Ich bürste meine Sayonaras einfach immer ordentlich ab, bevor ich sie zum Indoor-Training anziehe und hatte damit bislang noch keine Probleme.

Ich lege beim Laufen neben den Schuhen außerdem großen Wert auf die richtigen Socken. Dabei schwöre ich auf die FALKE RU4 Running Socken*.

 

Laufzubehör:

Wie Du weißt, sollten wir alle noch öfter Laufen gehen. Neben der absolut notwendigen Kleidung habe ich noch das ein oder andere Laufzubehör, das ich immer einpacke. Das ein oder andere davon könnte man wohl auch der Kategorie Kleidung zuordnen.

Stirnlampe:
Essentiell beim Laufen im Dunkeln ist eine gute Stirnlampe. So albern das auch aussehen mag, ohne geht es einfach nicht. Ich habe eine SIGMA SPORT LED Stirnlampe*, mit der ich sehr zufrieden bin, auch wenn sie noch etwas heller sein könnte. Wenn Du eine super Stirnlampe hast, die ich einmal ausprobieren soll, dann schreib sie gerne in die Kommentare.

Buff Multifunktionstuch/ Schlauchtuch:
Seit ich diese Multifunktionstücher für mich entdeckt habe, möchte ich nicht mehr ohne unterwegs sein. Einfach einmal ausprobieren, diese Tücher sind unheimlich vielseitig einetzbar. Das Original ist von Buff*, ich habe meine jedoch bei Laufveranstaltungen als Finisher-Items bekommen.

Laufhandschuhe:
Gerade in der kalten Jahreszeit habe ich zum Laufen extra noch immer ein paar Handschuhe dabei. Diese sollten dünn sein und trotzdem warm halten. Ich habe mir, als ich das letzte Mal in den USA war, im Sale ein Paar Timberland Running Gloves mit Touch Funktionalität besorgt, diese scheinen hier nicht erhältlich zu sein. Es gibt jedoch ähnliche von verschiedenen Herstellern, wie z.B. von North Face*.

Mütze:
Ebenfalls den kalten Temperaturen geschuldet habe ich derzeit auch immer meine Wisconsin Badgers Mütze dabei, damit mir beim Laufen nicht die Ohren abfrieren. Diese Mütze stammt noch aus Studienzeiten.  Go Badgers!

Kopfhörer:
Zum Laufen darf gute Musik auf den Ohren nicht fehlen. Dafür braucht man ein Paar gute Kopfhörer. Da es unheimlich viele verschiedene Modelle gibt habe ich in einem Test die beliebtesten Bluetooth-Sport-Kopfhörer miteinander verglichen. Testsieger wurde übrigens der Plantronics Backbeat FIT*, den ich mir dann auch persönlich zugelegt habe.

 

Trainingszubehör:

Thera-Bänder

In einem früheren Artikel habe ich erklärt, warum Du nie ohne Thera-Band verreisen solltest.
Ich habe meist zwei schwarze und ein goldenes Thera-Band dabei. Lies Dir auf jeden Fall den Artikel durch, wenn Du ihn noch nicht kennst und pack immer eins in Deinen Koffer.

Slingtrainer:
Wie in meinem Artikel „Die besten 10 Übungen für das perfekte Hoteltraining“ erwähnt empfehle ich für das Training unterwegs, sich einen Schlingentrainer zuzulegen. In meinem „Koffergym“ habe ich derzeit immer den body coach Power Sling Total Suspension Trainer* mit dabei, der meines Erachtens eine günstige Alternative zum Original TRX darstellt. Wenn ich mir das nächste Mal einen neuen besorge, wird es voraussichtlich der aeroSling ELITE Plus*, der Testsieger aus unserem großen Slingtrainer-Test. Ein solcher Slingtrainer ist ein super Trainingsgerät, das leicht ist, sich kompakt verstauen lässt und das Bodyweight Training optimal ergänzt.

Trainingshandschuhe
Diese sind zum Training mit den Thera-Bändern zu empfehlen, um sich nicht die Hände aufzureiben. Außerdem ist es immer gut ein paar Handschuhe dabei zu haben, wenn man einmal die Gelegenheit hat, in einem Studio zu trainieren. Ich habe ein paar immer einfache aber robuste Vollleder Handschuhe von C.P.Sports* dabei.

Frischhalteboxen
Zur Aufbewahrung meines Proteinpulvers und meiner Instant-Haferflocken, die ich immer dabei habe, habe ich mir ein Paar große stabile Aufbewahrungsboxen von Ikea zugelegt. Das tolle an diesen Boxen ist, dass man sie auch etwas zweckentfremden und als Liegestützgriffe benutzen kann. Deshalb kommen sie auch bei meinem Hoteltraining immer als „Trainingsgeräte“ zum Einsatz.

Was ich noch an Supplementen unterwegs empfehle, erfährst Du im Artikel „Supplemente, die wirklich Sinn machen, wenn Du viel unterwegs bist“

 

Und das passt alles ins Handgepäck?

Koffer gepackt

Passt doch einwandfrei oder? 🙂

 

Was steht noch auf Deiner Packliste?

Jetzt habe ich ausführlich beschrieben, was ich jede Woche so mit mir herum schleppe. Mit den aufgeführten Gegenständen bin ich versorgt und kann mein Training jederzeit (egal ob früh morgens oder spät abends) und überall durchführen.

Was denkst Du darüber? Hast Du noch etwas, dass ich vergessen habe und unbedingt mitzunehmen empfehlen sollte? Hast Du vielleicht zu den jeweiligen Sachen einen extra Tipp? Schreib es gerne in die Kommentare.

Bis dahin, viel Spaß beim Training unterwegs!

SigJahn1

Und vergiss nicht: Deine Fitness ist Deine Gesundheit.

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12 Kommentare

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  4. Hi Jahn,

    super & sehr passend, dass dein Artikel gerade jetzt erscheint. Ich fliege am Donnerstag für einige Tage nach München zum Starting Strength Seminar von Mark Rippetoe. Meine Tasche ist noch nicht gepackt, ich werde aber natürlich auch nur mit Handgepäck reisen.

    Das Theraband gehört bei mir unterwegs auch immer zur Pflichtausstattung. Wenn es keine Trainingsmöglichkeit gibt, hast du dein Mini-Gym eben im Koffer dabei. Selbst wenn ich unterwegs ein gutes Gym finde, benutze ich das Band immer noch zur Schultermobilisierung.

    Wenn du auf deinen Reisen viel unterwegs bist, kann ich dir außerdem einen Lacrosse Ball empfehlen. Bei mir gehört er zuhause neben der Blackroll zum „Faszien-Massage“ Equipment dazu. Für unterwegs ist der Ball genau richtig, da er kaum Platz einnimmt, aber einen guten Teil an Körperpartien für die Faszien-Massage abdeckt.

    Gerade wenn ich auf einer Reise viel unterwegs bin, freue ich mich abends schon immer darauf die Fußsohlen ordentlich damit durchzukneten. Auch nach dem Laufen kannst du deine Füße wieder ordentlich damit auffrischen.

    Beste Grüße

    Tony

    • Hi Tony,

      ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg beim Seminar! 🙂
      Das Thera-Band ist ein Tool, auf das ich inzwischen absolut schwöre. Es ist einfach super-vielseitig einsetzbar und transportabel.

      Danke für den Tipp mit dem Ball. Faszien-Training ist ein Thema mit dem ich gerade erst anfange mich zu beschäftigen. Für unterwegs nimmt mir die Rolle jedoch zu viel Platz weg.

      Viele Grüße
      Jahn

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  10. Hi Jahn,

    danke für den Artikel. Meine Frage: Ist es wirklich möglich den TRX(oder andere Schlingentrainer) im Handgepäck mitzunehmen? Ich hätte da Bedenken bei der Sicherheitskontrolle… Schon Erfahrungen gemacht, auch bei internationalen Flügen? Ich reise ausschließlich mit Carry-On-Bag. Vielen Dank im schonmal!

    Schöne Grüße

    Markus (maqpy)

    • Hallo Markus,
      ich habe seit inzwischen fast 3 Jahren so gut wie immer auf Reisen auch meinen Slingtrainer dabei. Da ich meist nur mit Handgepäck reise war er auch immer dort untergebracht.
      An der Sicherheitskontrolle hatte ich nie Probleme deswegen. Die wollten bisher immer nur meinen Laptop untersuchen. 😉
      Viele Grüße
      Jahn

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