Passt eine Diät in den Alltag?

Du hast nie wirklich viel Zeit? Bei Dir muss es immer schnell gehen? Du glaubst, eine Diät ist zu zeitintensiv? Nein, eine Diät kann auch alltagstauglich sein!

Nach knapp einem Monat häufen sich die Anfragen, wie meine Mahlzeiten in der Diät aussehen und wie viel Zeit ich dafür investieren muss. Daher werde ich heute auf das Thema  Zeitmanagement einer Diät eingehen.

Nicht genug Zeit

Wir scheinen in einer Gesellschaft zu leben, in der niemand Zeit hat, es muss immer alles schnell gehen, ein Termin jagt den anderen. Darunter leidet unsere Freizeit und was besonders schlimm ist, unsere Gesundheit.
Meine Frage: “Wie oft hast Du in der Woche Zeit für Dein Training?“. Die darauf häufigste Antwort: „Höchstens ein bis zweimal, mehr schaffe ich auf keinen Fall“. Sollte dies auch Deine Antwort sein, dann brauchst Du Dir nichts vorzumachen, Du wirst Deine Ziele höchstwahrscheinlich nicht erreichen. Das hört sich jetzt hart an, aber es entspricht der Wahrheit. Nur wer gesunde Ernährung, Sport und Bewegung als feste Bestandteile des Alltags akzeptiert, hat auch keine Probleme, diese in seine Tagesplanung zu integrieren.

Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte Dich nicht demotivieren. Ganz im Gegenteil, ich will Dir damit aufzeigen wie wichtig es ist, sich über die erforderlichen Schritte im Klaren zu sein. Es gibt verschiedene, zeitsparende Trainingsvarianten. Wie z.B. Tabata, das dauert gerade einmal vier Minuten. Vier Minuten am Tag. Da brauchen die meisten Raucher länger für eine Zigarette. Du siehst also die Zeitausrede zieht hier nicht! 😉

Wenn Du einen Hund hast, dann nimmst Du Dir ohnehin Zeit für ihn und er wird Dir sicher nicht böse sein, wenn Du mit Deinem Hund Joggen gehst (statt einfach nur Gassi).

Aber wir sind ja beim Thema Zeitmanagement der Ernährung, also weiter im Text.

Zeitsparende Diät

In meinem Artikel über den Diät-Trainingsplan hast Du gesehen, dass es enorm wichtig ist, zukünftige Schritte zu planen und genauso verhält sich das mit den Mahlzeiten in einer Diät. Gut, wenn man weiß, was man essen darf, kann man auch einfach drauf loslegen, aber dann ist die Wahrscheinlichkeit wieder groß, dass man es nicht durchhält. Durch einen festgelegten Plan hat man Richtlinien, mit denen es sich einfacher durchhalten lässt und dann ist das Ziel endlich erreichbar.

Manche Diäten benötigen mehr Zeit als andere. In meiner Low-Carb Diät verwende ich Nahrungsmittel, die ich für unterwegs mitnehmen kann. Besuche ich einen Freund, habe ich meinen Quark mit Obst dabei. Auch eine Handvoll Nüsse passt in jede Tasche.
Eine kleine Box* mit Karotten- oder Paprika-Sticks ist auch immer eine gute Möglichkeit.
Abends kommt dann Fleisch oder Fisch + Gemüse in meinen Dampfgarer*, der „kocht“ für mich während ich unter die Dusche springe. Gesünder und zeitsparender geht es kaum.

Natürlich ist es immer umfangreicher, wenn man etwas an seinen Ernährungsgewohnheiten ändert. Doch das ist der Preis für das gesunde, schlanke Leben und den bezahlt man doch gerne, oder? 😉
Abgesehen davon ist es vielleicht am Anfang etwas ungewohnt und es erscheint einem auch eventuell umständlich, aber Menschen sind Gewohnheitstiere (und Gewohnheiten kann man bewusst erschaffen) und nach sehr kurzer Zeit hat man die neue Ernährung verinnerlicht und lebt damit, als wäre es nie anders gewesen.

Die Diät in den Alltag einplanen?

Als erstes benötigst Du eine Auflistung aller Lebensmittel, die in die geplante Diät passen. Bei Low-Carb sind das u.a.:
Quark, Gemüse, Salat, Fisch und weitere Meerestiere, Fleisch, Eier, Pilze, Nüsse. Eiweißpulver, Soja, Obst. Bei bestimmten Unverträglichkeiten ist eine solche Ernährung natürlich umso schwerer. Hier empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Hausarzt.
Als nächstes überschlägst Du wie oft Du am Tag isst bzw. essen kannst. In dem Artikel darüber Wieso Du Dich für Low-Carb entscheiden solltest habe ich geschrieben, dass ich mich für 4-5 Mahlzeiten am Tag entschieden habe. Dies hat zwei Gründe:

  • Die in der einzelnen Mahlzeit zugeführte Menge ist niedriger als bei einer Nahrungsaufnahme von 3x täglich. Dadurch wird der Magen auf Dauer verkleinert und somit wird man eher satt. Außerdem beugt man so Hungerattacken vor.
  • Dadurch, dass der Körper öfter Nahrung verdauen muss, erhöht sich der Stoffwechsel.

Entscheide Dich für die Dauer eines Ernährungszyklus. Dies ist die Anzahl der Tage in einem Ernährungsplan, bei mir sind es vier Tage. Die Zyklen wiederholen sich solange bis die Diät vorbei ist.
Dann schreibst Du Dir einen Ernährungsplan aus den Nahrungsmitteln, die Du Dir ausgesucht hast. Achte darauf, dass es möglichst abwechslungsreich ist, denn so bekommt der Körper immer verschiedene Makro- und Mikronährstoffe. Außerdem wird Dir das Essen auf diese Weise nicht so schnell langweilig, denn je länger der Ernährungszyklus ist, desto einfacherer kannst Du die Dauer der Diät bewältigen. Dies ist ein Aspekt zum Thema Motivation und Durchhalten während der Diät, auf den ich in einem späteren Artikel noch ein eingehen werde.
Solltest Du Kalorien zählen wollen, benötigst Du eine kleine Waage*, mit der Du alle in einen Ernährungszyklus zugeführten Nahrungsmittel wiegst. Dadurch kannst Du die Nahrungsmenge umrechnen. Diese Arbeit ist zwar etwas umfangreicher, gibt Dir aber eine genaue Übersicht aller Kalorien sowie Makronährstoffe, die Du zu Dir nimmst. Da ein Ernährungssyklus im Durchschnitt zwischen vier und sieben Tagen dauert (dies hängt einzig und allein von Deiner Planung ab), ist der Aufwand durchaus überschaubar.

Zum Schluss legst Du Dein Ziel fest. Es ist egal, ob Du eine bestimmte Zahl auf der Waage sehen möchtest, oder eine Konfektionsgröße anstrebst, Du ganz allein bestimmst das Ziel, niemand anders.

Ein kleiner Tipp: Wichtig bei jeder Nahrungsaufnahme ist die Aufnahme von hochwertigem Fett, denn die Vitamine A,D,E und K (Eselsbrücke: EDEKA) sind fettlöslich, das heißt der Körper kann sie nur mit Hilfe von Fett verwerten. Außerdem ist es wichtig dass der Körper essentielle Fettsäuren zugeführt bekommt, denn wie der Name schon sagt, sie sind essentiell (lebensnotwendig).

Deine Zusammenfassung:

  • Stelle eine Auflistung der erlaubten Lebensmittel auf
  • Plane die Mahlzeiten in Deinen Alltag ein
  • Sorge für viel Abwechslung
  • Lege DEIN Ziel fest
  • Leg los!

Auch wenn Du viel unterwegs bist und Dir nicht viel Zeit für die Mahlzeiten zur Verfügung stehen, hast Du immer mehrere Möglichkeiten. Es gibt die verschiedensten Aufbewahrungsboxen für einen Quark, Obst, eine Handvoll Nüsse oder Gemüse-Snacks.

Wer sich die richtigen Ziele setzt, kann nur gewinnen. (Marc M. Galal)

In diesem Sinne, bis nächsten Donnerstag,
Sig-Dustin-2
Vergiss nicht: Ob Training oder Ernährung, Deine Gesundheit steht immer an erster Stelle!

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